Karrierechancen

KarrierechancenDie Mühen – und Freuden! – des Zweiten Bildungsweges lohnen sich immer. Ob es sich um das Abiturzeugnis handelt, das am Ende steht, oder den Abschluss von Real- und Hauptschule: Das eigene Leben bekommt mit diesen nachgeholten Qualifikationen mehr Perspektiven. Und das bezieht sich nicht nur auf die Karrierechancen in der Arbeitswelt. Ein höherer Bildungsabschluss bedeutet stets auch eine Bereicherung des Privatlebens.

Mit Hauptschulabschluss zur Berufsausbildung

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Die Karrierechancen in der Berufswelt gehen ohne Hauptschulabschluss gegen Null. Sie werden mit großer Wahrscheinlichkeit niemals einen Ausbildungsstelle finden und falls doch, scheitern Sie an den theoretischen Anforderungen selbst einer einfachen Qualifikation an der Berufsschule. Ohne Hauptschulabschluss ist Ihnen der Weg in ein sicheres Arbeitsverhältnis mit Tarifgehalt für immer versperrt. Sie kommen niemals heraus aus befristeten, wechselnden Hilfstätigkeiten, für die nur der Mindestlohn gilt. Und der liegt in Deutschland ab 2017 bei 8,84 Euro pro Stunde – brutto, wohlgemerkt. Bei einer Arbeitswoche von 40 Stunden steht unter dem Strich ein Monatseinkommen von knapp 1.500 Euro.

Die Rentenbeiträge, die Sie mit diesen Karrierechancen zahlen, reichen selbst nach 40 durchgehenden Vollzeit-Arbeitsjahren nicht für den Lebensunterhalt. Eine einfache Facharbeiterqualifikation, abgeschlossen mit der Gesellenprüfung, sichert Ihnen hingegen schon ein Monatseinkommen von etwa 2400 Euro im Bundesdurchschnitt. Auch Ihre Chance, damit in sichere, jahrelange Arbeitsverhältnisse unter guten Rahmenbedingungen zu kommen, steigt damit.

Realschulqualität als Karrierebaustein

Ja, es lohnt sich, auch den Mittleren Bildungsabschluss der Realschule nachzuholen. In Verbindung mit einer erfolgreichen Berufsausbildung hängen Sie dann noch ein Jahr in Vollzeit an der Fachoberschule dran und erwerben damit den Zugang zur Fachhochschule. Ein Ingenieurstudium ist möglich und eröffnet Karrierechancen mit guten Verdienstmöglichkeiten im Erfolgsfall: Ingenieure verdienen in Deutschland schon längst mehr als 50.000 Euro brutto pro Jahr. Und: Jobs für Ingenieure sind sicher.

Auch für den innerbetrieblichen Aufstieg ist der Mittlere Bildungsabschluss häufig eine unverzichtbare Voraussetzung. Es gibt inzwischen so viele spezielle Branchen und Betriebe mit individuellen Anforderungen. Arbeitgeber benötigen dafür ausgewählte Mitarbeiter mit zielgenauen Qualifikationen, die damit ihre Karrierechancen im Unternehmen verbessern.

Allgemeine Hochschulreife als Wendepunkt

Wer sich dazu entschließt, auf dem Zweiten Bildungsweg ein spätes Abitur zu machen, gibt dem Leben damit noch einmal ganz neue Perspektiven. Die Allgemeine Hochschulreife erlaubt es Ihnen nicht nur, sich über ein anschließendes Studium beruflich mit neuen Karrierechancen komplett neu aufzustellen. Hochschulreife und universitäre Bildung schaffen einen anderen Zugang zur Welt, öffnen auch im Privatleben Horizonte, die Ihnen bislang überhaupt nicht zugänglich waren: Die formalen Bildungsvoraussetzungen dafür fehlten Ihnen.

Wer in einem technischen Beruf mit Gesellenprüfung tätig war, studiert jetzt vielleicht Psychologie und strebt das gymnasiale Lehramt für Deutsch und Sport an. Wer in Richtung Hochschulbildung geht, taucht ein in ein soziokulturelles Milieu, das ihm bislang unbekannt war. Es öffnen sich damit Karrierechancen mit Verdienstmöglichkeiten, die deutlich über dem Durchschnittseinkommen liegen.

Weg zu mehr Lebenszufriedenheit

Auf den Zweiten Bildungsweg zu gehen, hat neben verbesserten Karrierechancen etwas mit der Arbeit an der eigenen Person und dem eigenen Leben zu tun. Mehr Bildung führt gelegentlich zu mehr Zweifeln – aber immer zu größerer Lebenszufriedenheit.